Tönt so dir die Sprache voll Niedrigkeit,
und nichts kann dich ärger verdrießen?
'Wohl hundert Hände berühren dein Kleid,
dir stürzen die Sklaven zu Füßen.
Den Priester, der unsre Gebete sagte,
den Lehrer, der unsre Sprache wagte,
triebst du aus dem Dorfe. Weiß Gott, du bist wacher,
als Gottes feuriger Widersacher,
Marquis Géro!
Du dingst unsre Mörder jenseits der Grenze;
sie schäumen vor Stolz und flammen vor Galle.
Und sagst es doch selbst: »Dies Volk verdient Kränze
kraft Art und Nam' wie die übrigen alle.«
Du herrschst in dem Land, das in Gottes Namen
Kreuzritter vor dir mit Blut überkamen.
In offener Schlacht, wenn die Trommeln schallen,
will ich als erster dir in die Zügel fallen,
Marquis Géro!
So wohl behagen die Männer dir drüben,
bei ihnen nur kannst du dich selig befinden?
An dornigen Kränzen nur kann er sich üben,
nichts, als uns alle zu Tode schinden.
Uns Peitschenhiebe und schmähliches Leben,
für jene, für jene die Fürstengebärde —
In Feuer und Qualm, bis wir uns erheben,
gäb's Gott, daß dereinst wir dich reißen vom Pferde,
Marquis Géro!