Diesmal war, weiß Gott, der Herrscher gnädig:
die Ernte ist vorbei, bestellt der Acker,
die Saat besorgt. Nicht früher sollt's geschehen,
daß man dem Feind begegne und ihn schlage.
Weiß liegt das Dorf, grün strömt der Fluß vorüber,
Abschied nimmt Buzek von dem jungen Weibe.
Er weiß, der Boden bring' das Saatkorn wieder,
er weiß, daß es an nichts den Pferden mangelt,
der Pflug in Ordnung ist — schwer aber ist es,
das junge Weib allein zuhaus zu lassen.
»Solang die Sonne scheint, die Wellen wandern,
die Weiden stehen unter unsern Fenstern,
solang wir Korn und Weizen mähen werden,
solange wart ich treu, bis du zurückkommst.«
Lang ist die Nacht, schon glänzt der Morgenstern,
der Weg war schwer, Blut netzt aus dem Verbände
die heiße Stirn, da liegt das Dorf im Dämmer,
so eil doch Buzek, soll gestorben werden,
dann sei's zuhaus, die Hand des Weibes haltend.
Er greift ans Fenster. Endlich... Lächelnd schläft sie.
Wie? Sieht er recht? Der junge Knecht daneben.
Er faßt sich an den Kopf, zerrt am Verbande,
nun strömt das Blut und rinnt ihm um die Augen,
die steile Böschung stürzt er hintenüber,
ihr, Weiden, halt! Es lärmt die Ostrawitza.
Den Grund gewohnt, mag sie den Landwirt haben!
Die Sonne strahlt, die Flut zerrt am Gelände,
die Weiden halten stand, die Halme sprießen,
das junge Weib tauscht Küsse mit dem Liebsten.