Unterwegs nach Teschen war ich.
Sommer war's, die Sonne brannte,
ich beeilt' mich, vor mir ging ein
hübsches Kind aus Toschonowitz.
S Panem Bog', mein schönes Mädchen.
»S Panem Bog', gegrüßt seid, pane.«
Ei, wohin denn? »Nun, nach Teschen,
arbeiten, aus Toschonowitz.«
Do Pierona, bist du lieblich,
diese Augen, diese Händchen!
»Ach, der Herr spricht po falešnu.«
Nur po pravu. Und wer bist du?
»Bystroňs, dort aus Toschonowitz.«
Polnisch bist du? »Nicht doch, mährisch.«
Sie entblößte ihre Zähnchen,
bitterböse sah mich an das
hübsche Kind aus Toschonowitz:
»Wohl ist unser Rektor Pole,
polnisch unsre Lesebücher,
aber mährisch können alle,
die aus Toschonowitz stammen.«
Unsre Sprache strömt' einst fröhlich
auf den Fluren ihrer Heimat.
Heut ist's anders. Polnisch spricht man
auf dem Hof in Toschonowitz.
Kehr ich einst nach Hause wieder,
geh von Friedek ich nach Teschen,
streif die Dobra, Wojkowitz auch,
nehm den Weg nach Toschonowitz.
Geh rings um die Polenschule,
durch die polnische Gemeinde:
und gedenk, wie's stolz sich wehrte,
als ich, ob es polnisch wäre,
fragt' das Kind aus Toschonowitz.