Wie gerne wollt' ich mit Namen
euch nennen,
Orte, ihr schwärzlichen Häuschen!
Einer am Ufer der Ostrawitza,
der andere unweit der Lucina drüben,
in jenem wuchten die finsteren Gruben,
aus diesem flammen die feurigen Öfen
und über beiden ein Herr.
Fremde Schulen sind in beiden,
fremde Laute sind's, mit denen
dich die lichten Mädchen grüßen,
junges Volk mit hellen Augen,
keinem tun wir was zuleide,
laufen niemand in die Quere,
gottgleich ehren wir den Herrn,
warum raubt man uns die Sprache,
warum nimmt man uns die Schule?
Gott, wenn Andres aufstehn wollte,
Gott, was gab' es da zu schaffen!
Durch die Orte gingst du mächtig,
schrittest über die Beskiden,
schütteltest den dunklen Scheitel,
deine grobe Keule holte
aus zur Ferne, aus zur Höhe,
hart verfolgtest du die Mörder
meines Volkes, meiner Sprache,
und sie reichten kaum zu laufen
talhinab zur blauen Grenze
oder nach der Donau ferne.
Gott, wenn Andres aufstehn wollte!
Welche Sprache ist zu lesen
auf den Weisern der Beskiden?
Welche Schrift in den Gewerken,
wer erbaut die fremden Schulen,
wer durchquert die dunklen Forste?
Ist mein Bergvolk ausgestorben?
Frag' mich nicht, o Bruder Andres,
fahr dazwischen, Bruder Andres!
Schlag in Schutt die fremden Schulen,
schütte zu die schwarzen Stollen,
reiß die heißen Öfen nieder,
fege sie aus den Beskiden,
ob sie einen Kaftan tragen
oder goldgewirkte Mäntel,
fahr dazwischen, Bruder Andres!
Ich begrüß euch aus der Ferne,
meine Orte, schwarze Häuschen.
Als ich unter euch noch weilte,
war's mir ängstlich bang zumute.
Und du, Narr, was soll dein Singen,
und ihr, Schächte, wem gehört ihr,
wem gehört ihr, Flammenöfen,
wer ist euer Herr?