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Letzte Hoffnung (Brecht)
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| Letzte Hoffnung Autor: Bertolt Brecht |
LETZTE HOFFNUNG
1
Auch am Abend hat sich nichts gebessert
Morgen ist und Mittag jetzt verbraucht
Ach, wir haben unser Meer verwässert?
Und das Meer war einst, so sagt man jetzt, erlaucht!
2
Ja, wir haben jetzt bald kein Gesicht mehr
Sind verstummt, nicht mangels Arschs noch Munds
Dieses Land legt auf uns kein Gewicht mehr
Und die Städte sind noch nicht für uns.
3
Doch wer freut sich nachts nicht eines Daches?
Und uns ziemt zu leben ungehemmt
Früh im Rausch das Elend treffend, sprach es:
Ach, wir sind einander völlig fremd.
